Migration hilft …

… dem Herkunftsland

Denn wir nehmen dem armen Land die überschüßige Bevölkerung, die es selbst nicht ernähren kann. Nichts könnte weiter entfernt von der Wahrheit sein! Siehe dazu das Video Migration und Gummibälle mit einem Vortag von Roy Beck. Er zeigt sehr eindrücklich, dass selbst die größten Anstrengungen der reichen Staaten bei völliger Selbstaufgabe nicht ausreichen können, um auch nur den Bevölkerungszuwachs der ärmeren Länder abzuschöpfen, geschweige denn, die Armut durch Migration zu bekämpfen.

Der gewünschte Effekt verkehrt sich viel mehr ins Gegenteil. Der Weg der Migration ist steinig und schwer. Deshalb werden Kinder und Greisen diesen Weg nur in allergrößter Not einschlagen, wenn sonst kein anderer Ausweg bleibt. Schon weit früher und daher in viel größerer Zahl beginnen die viel kräftigeren jungen Männer sich auf den Weg zu machen, die in ihrem Heimatland keine Zukunft bzw. im Ausland eine Bessere sehen. Allerdings sind es eben jene jungen Männer, die mit ihrer Tatkraft die nächste Generation der Versorger stellen sollen. Doch diejenigen, die kräftig genug sind, auszuwandern, sind auch diejenigen, die in ihrer Heimat mit ihrer Schaffenskraft die Umstände verbessern könnten. Wird diese Tatkraft durch Emigration abgeschöpft, verliert die Bevölkerung die eigene Kraft, sich aus der Misére zu befreien. Die nächste Generation wird also die Gleichen oder wahrscheinlich sogar noch größere Probleme bekommen. Der Wille zur Emigration wird steigen. Der Teufelskreis aus fehlender, weil abwandernder, weil fehlender, weil abwandernder Versorgungskraft verschlimmert also die Lage im Herkunftsland und zeigt eindeutig, dass durch Migration der Heimat der Migranten nicht geholfen, sondern eher geschadet wird. Wenn einem Bauern alle Söhne entfliehen, dann kann er noch so viel Geld hinterlassen. Wenn keiner der Söhne bleibt, den Bauernhof zu bestellen, wird er verwildern..

… dem Zielland

Denn durch die Zuwanderung erhält unsere Wirtschaft mehr Arbeitskraft, können wir unseren Fachkräftemangel ausgleichen und wird der demografische Wandel aufgehalten, indem wir Einzahler für das Sozialsystem bekommen. Aber gilt das wirklich für jede Art von Einwanderung? Die Behauptung, mit Migranten käme mehr Arbeitskraft und Einzahler für unsere Sozialsysteme, kann sich nur dann erhärten, wenn diese auch tatsächlich mehr Steuern zahlen, als sie staatliche Leistungen bekommen. Andernfalls müsste die Gesellschaft mehr zusätzliche Leistung für die Migranten bereitstellen, als von ihnen in die Gesellschaft eingetragen wird. Eine Verbesserung der wirtschaftlichen und finanziellen Situation eines Staates, kann sich also nur dann einstellen, wenn die Migranten Netto-Steuerzahler sind. In Deutschland ist der Anteil der Bevölkerung, die mehr Steuern bezahlt als Leistungen bekommt, unter 20 % (68 Millionen werden von 15 Millionen miternährt). Laut Zahlen auf Wikipedia beginnt diese Gruppe bei einem Nettogehalt von über 3.100 EUR. Ein Migrant müsste also mehr als 3.100 EUR monatlich verdienen, um dem Sozialstaat tatsächlich die behaupteten wirtschaftlichen Vorteile zu bringen. Offensichtlich ist das nur mit einer qualifizierten Einwanderung möglich, die nach Bildungsstand und wirtschaflichem Einkommen bewertet, um nur den oberen Einkommensschichten die Einwanderung zu ermöglichen. (Welchen wirtschaftlichen Schaden Flüchtinge in Deutschland anrichten, rechnet Hans Werner Sinn vor).
Ein berechtigter Einwand ist, dass durch qualifizierte Auswanderung dem Herkunftsland gerade die wirtschaftsstärksten Kräfte geraubt werden. Allerdings wird deren Schaffenskraft durch Bereitstellen von KnowHow und Technologie, die im Herkunftsland nicht zur Verfügung standen, tendenziell um ein vielfaches verstärkt. Mit dem entsprechend höheren Lohn können sie nun die benötigten finanziellen Mittel in ihre Heimat überweisen, um dort die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Dafür benötigt es im Heimatland aber noch die jungen Männer, welche nicht die Kriterien der Einwanderung erfüllten, aber in der Heimat mit der finanziellen Unterstützung ihrer Brüder ohnehin einen wertvolleren Beitrag leisten können. So kann der Schlauste der vier Brüder aus dem Kongo, der studiert ist und einen guten Abschluss hat, in Nordamerika an der Universität weit mehr Geld verdienen als er es zuhause mit all seinen Brüdern könnte. Da er aber einen bescheidenen Lebensstil gewohnt ist, schickt er die Hälfte des Geldes an die Brüder in der Heimat. Damit bringen sie ihren Hof wieder auf Vordermann, schaffen Geräte an und besorgen die Nahrung für das ganze Dorf.

Eine unkntrollierte Migration mag zwar den Transport von Geldmitteln aus Sozialleistungen ins Heimatland ermöglichen – eine Hilfe, die direkt ankommt. Wenn jedoch die nötige Schaffenskraft vor Ort exportiert wurde, gereichen auch die finanziellen Mittel alleine nicht, daraus Wohlstand zu generieren. Doch auch für das Zielland ergeben sich verheerende Folgen.
Während bei kontrollierter Migration die Zahl der Migranten auf ein für die Wirtschaft und Gesellschaft verträgliches Maß beschränkt werden kann, führt die unkontrollierte Migration zur Massenmigration, wenn nicht gar zu ganzen Völkerwanderungen, denn die paradiesischen Verheissungen eines Sozialstaat mit offenen Grenzen wirken sehr attraktiv auf wirtschaftlich Verzweifelte. Wer wollte denn nicht in das Land, in dem Milch und Honig fließen solll? Jedoch führt dies zwangsläufig zum Zusammenbruch des offenen Sozialstaats. Auch wenn die Inklusion, d. h. die Beteiligung am Sozialstaat, nur begrenzt durch bereitstellen finanzieller Mittel geschieht, sind die Lebensbedingungen durch die bereitgestellte Infrastuktur, – auch zu großen Teil aus Steuergeldern finanziert – doch angenehmer als in der Heimat. So kann die anziehende Wirkung des offenen Sozialstaats zwar gebremst, aber nicht beendet werden.
Strömen nun in großer Zahl Migranten ins Land, so bringt das natürlich eine gewaltige demografische Änderung, denn die Demografie beschäftigt sich nicht nur mit der Überalterung einer Gesellschaft, sondern auch mit deren Entfremdung, sprich dem Anteil Zugewanderter. Kommen diese Zuwanderer in großer Zahl aus anderen ideologischen Systemen, ist die Wahrscheinlichkeit ihrer Assimilation, also der Eingliederung in die Gesellschaft, eher gering. Viel eher wird sich eine Subkultur bilden, welche auch als separater Teil in die Gesellschaft integriert, sich jedoch nicht in die Gesellschaft eingliedern läßt (Zum Verständnis: „Integration“ bedeutet, eine kleine Gruppe in einer größeren unterzubringen, ohne sich deren Eigenschaften anzueignen. In den Medien wird der Begriff gerne verwendet, um eine Eingliederung in die Gesellschaft zu bezeichnen, also eine Anpassung an Ethik, Normen und Verhaltensweisen. Dieses wird aber mit dem Begriff „Assimilation“ beschrieben). Um aber einen Sozialstaat in schlechten Zeiten stabil zu halten, muss die Bevölkerung als Gemeinschaft dafür arbeiten. Sind die Zeiten schlecht, lässt sich das aber nur durch eine gemeinsame, zugrundeliegende Ideologie bewerkstelligen, denn sonst handeln die verschiedenen Gruppen vornehmlich zum eigenen Vorteil. Das zeigt, dass sich ein offener Sozialstaat selbst destabilisiert, damit kein bestandsfähiges System darstellt. Drastischer gesagt ist ein offener Soziastaat mit Sicherheit dem Untergang geweiht.

Doch neben dem Sozialstaat können auch das gesellschaftliche Miteinander und der öffentliche Frieden in Mitleidenschaft gezogen werden. Ideologische Unterschiede oder gar ideologisch motivierte Verachtung erzeugen ein Gewaltpotenzial, welches Unterdrückung, Verfolgung und sogar Morde hervorrufen kann. Bisher wurde noch jeder Krieg dem Volk mit der abscheulichen Ideologie des Feindes schmackhaft gemacht, was das Konfliktpotential sich widersprechender Ideologien klar darlegt.

…den Migranten

Denn sie finden im Zielland bessere Lebensbedingungen vor. Das gilt natürlich nur, wenn sie dort ein entsprechendes Einkommen haben, um den heimatlichen Lebensstandard zu halten. Der Staat kann dafür nur begrenzt aufkommen, muss also die Zahl der Migranten begrenzen, um die Kosten stemmen zu können. Diese sollten also tunlichst niedrig gehalten werden, indem vornehmlich wirtschaftlich erfolgreiche Migranten aufgenommen werden. Um sich durch eigene Kraft finanzieren zu können, muss der Migrant auch wirtschaftlich erfolgreich sein. Auch der Migrant profitiert auf lange Sicht nur von qualifizierter Migration.

Die Qualifizierung sollte aber nicht rein die wirtschaftliche Leistung betrachten, sondern betrifft auch die erfolgreiche Eingliederung in die Gesellschaft. Ganz selbstverständlich sind diejenigen Migranten vorzuziehen, die bereits die Landessprache können und sich mit Geschichte und Kultur des Landes befasst haben. Auch unter diesem Aspekt ist die Begrenzung der Migrantenzahl unabdingbar, da nur Einzelpersonen und Kleinfamilien zur Assimilation fähig sind. Ziehen hingegen ganze Dörfer um, bildet sich mit Sicherheit eine Parallelgesellschaft, die Eingliederung in die Gesellschaft findet nicht statt und die zuvor benannten Probleme treten auf (Eins, Zwei oder Drei)

… nur in begrenztem Maße

Denn wie wir gesehen haben, hilft Migration nur dann, wenn sie kontrolliert, begrenzt und qualifiziert ist, also nur eine überschaubare Zahl gut gebildeter Migranten oberhalb der mittleren Wirtschaftsleistung. Eine solche Migration fördert den Austausch von Ideen zwischen Völkern. Durch die Verbindung von unterschiedlichem KnowHow und und Innovationskraft werden zuvor ungeahnte Dinge möglich. Migration ist also durchaus etwas sehr gutes, aber nur in den richtigen Maßen. Zu viele und wirtschaftsschwache Migranten sorgen für eine Destabilisierung des Ziellandes, welches die erhoffte Verbesserung bald nicht mehr bieten kann.

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