Politiker können nie das Richtige tun. Ganz gleich, wie wohlwollend, gewieft, kreativ und scharfsinnig – Attribute, die wir unseren Politikern nur allzugerne absprechen – doe Politiker auch sein mögen, sie können nie das Richtige tun. Und man kann es ihnen nicht einmal zum Vorwurf machen. Wie sollen denn die Eltern wissen, was sie ihren Kindern kochen sollen, wenn der Eine Würstchen will, die Andre Milchreis und die restlichen Drei der Fünfe ihre ihre Wünsche selbst nicht kennen? Wie viel schwieriger ist es da, Millionen von Menschen zufireden stellen zu wollen?
Politiker können niemals vollständig informiert sein über die Bedürfnisse des Volkes. Daher wird zwangsläufig bei jeder Statshandlung der Bedürfnisse Mancher vollständig übergangen. Die daraus entstehenden Mißstände verlangen dann nach einer weiteren Intervention des Staates. Natürlich wird auch dieses Mal aufgrud fehlender Information das Ergebnis nicht perfekt sein und so eine Spirale immer weiterer Interventionen in Gang gesetzt.
Ein eindrucksvolles Beispiel dafür liefern die Australier. Diese gingen gegen Mimosen – dickes, dornreiches Gestrüpp – mit Flohkäfern vor,, welche die Pflanzen auffressen sollten. Dieses Werk verrichteten sie gut und vermehrten sich dabei so prächtig, dass sie selbst zur Plage wurden. Um dieser nun wieder Herr zu werden, bedienten sich vor mehr als 80 Jahren die Bauern der giftigen Aga-Kröten, welche sich ihrerseits wieder breit machten und die örtliche Faune kräftig dezimierten. Gegen die Aga-Kröten ist noch kein Kraut gewachsen und so sind sie noch heute eine Plage, unter die die Australische Faune schwer zu leiden hat,
Die Hoffnung andauernder staatlicher Intervention liegt darin, mit der Zeit die Umstände weiter zu verbessern um so der besten Lösung immer näher zu kommen, Staatliche Maßnahmen konvergierten mit dem Idealen Umständen. In der Praxis zeigt sich allerdings ein völlig anderes Bild. Bei zu hoch steigenden Mietpreisen in einer Stadt erscheint eine staatliche Mietbegrenzung erst einmal sinnvoll zu sein, denn so können sich auch künftig noch die unteren Einkommensklassen Wohnraum leisten. Allerdings wird so nicht nur den Wohnraumeignern ihre geplante Rendite genommen – Preiserhöhungen spiegeln in der Regel die Inflationsbereinigung, Risikozuwachs oder eine Verschiebung von Angebot und Nachfrage wider, nicht etwa die Habgier der Eigner – sondern damit auch künftigen Wohnungsbauern den Anreiz dafür,, Wohnraum bereitzustellen. Dadurch wird das Angebot also weiter verknappt, wodurch der Preis wieder steigt, bzw Rendite ausbleibt. Die einzige Möglichkeit dem Entgegenzusteuern bleibt also, staatlich finanzierter Wohnungsbau, welcher sich entweder durch Kürzung anderer Leistungen, oder aber durch höhere Steuern finanziert. Das Geld, das der Bürger bei der Miete spart, muss er als Steuer wieder abgeben. Damit wird dem Staatsapparat vomzuvor unbeteiligten Bürger ein Eigentum finanziert, für das der Bewohner wieder Miete zahlen darf. Der Umfang des Gesetzestextes ist gestiegen, während Unbeteiligte mitbelastet werden.
Durch ständiges Ausfeilen des Gesetzes tendiert dieses zur Übergröße. Genau wie in Australien führt die staatliche Intervention bestenfalls nur punktuell und kurzfristig, schlimmstenfalls nur augenscheinlich zu einer Verbesserung. Auf lange Sicht zeigen sich jedoch Auswirkungen unerwarteten Ausmaßes, welche auch zuvor Unbeteiligte treffen können und nicht selten die Bürger insgesamt eher benachteiligen.
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